Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der zehnte Studierendenjahrgang des Japan-Masterprogramms mit den Gründern und Koordinatoren Prof. Dr. Minori Murata (2. v. r.) von der Keio Universität und Prof. Dr. Christian Oberländer (r.) von der Universität Halle
Foto: Maike Glöckner
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Zehn Jahre Japan-Masterprogramm: Jubiläumsjahrgang beginnt das Studium

Nummer 140/2018 vom 15. Oktober 2018
Heute startet der zehnte Jahrgang in das Studium der Deutsch-Japanischen Interkulturellen Studien. Das Austauschprogramm der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Keio Universität Tokio gibt es seit 2009. Der Masterstudiengang ist besonders, weil er zu zwei vollwertigen Abschlüssen in Deutschland und Japan führt. Deutsche und japanische Studierende mit herausragendem Bachelor-Abschluss werden dabei zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im jeweilig anderen Land ausgebildet. Das bundesweit einmalige Angebot, für das zu Beginn noch keine Japanisch-Kenntnisse notwendig sind, wird von der Haniel Stiftung und der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.

"Das Programm ist in Deutschland einmalig", sagt Japanologie-Professor Dr. Christian Oberländer, der den deutsch-japanischen Doppelmaster von Seiten der Universität Halle eingeführt hat. Während des Masterstudiums verbringen die Studierenden jeweils zwei Semester in Halle und in Tokio, um die Forschungslandschaft der Universitäten sowie den Arbeitsmarkt und die akademische Kultur der Partnerländer kennenzulernen. Deutsche Studierende erlangen während ihres Studiums Japanisch-Kenntnisse auf höchstem Niveau, die ihnen die Bearbeitung von Themen aus den eigenen Fachgebieten ermöglichen. Entsprechend werden die Lehrveranstaltungen ausschließlich in den Sprachen Deutsch und Japanisch angeboten. Trotzdem ist der Master nicht ausschließlich auf Studierende mit Japanisch-Kenntnissen zugeschnitten. "Das Studium ist offen für alle exzellenten Studierenden - nicht nur für Bachelor-Absolventen der Japanologie, sondern aller Fächer, zum Beispiel auch für Mathematiker und Psychologen", so Oberländer. "Studierende, die etwa nach dem Studium in Japan arbeiten oder forschen wollen, sollen japanische Texte lesen und mit ihren japanischen Kollegen zusammenarbeiten können."

Zeitgleich mit dem Jubiläum beginnt der zehnte Studierendenjahrgang zum Wintersemester 2018/19 das Studium. Jährlich werden in Deutschland und Japan jeweils bis zu fünf Studienplätze an Bewerberinnen und Bewerber aus vielen verschiedenen Fachrichtungen vergeben. Die Teilnehmer werden während des Studiums mit einem Stipendium unterstützt und erlangen zwei Abschlüsse, je einen an der MLU sowie an der japanischen Elite-Universität. Die Forschungsthemen der Abschlussarbeiten sind breit gefächert und reichen von einer psychologischen Studie über männliche Beschäftigte in frauendominierten Berufen in Japan bis zur historischen Betrachtung des japanischen Wissenschaftssystems. "Unsere Absolventen arbeiten in japanischen Unternehmen, andere bleiben in Deutschland. Viele widmen sich auch weiterhin der Forschung. Damit besitzen sie eine große Freiheit auf dem Arbeitsmarkt", sagt Oberländer. "Insbesondere durch den Master-Abschluss der prestigeträchtigen Keio Universität stehen den deutschen Absolventen nach dem Studium in Japan viele Türen offen."

Das Masterprogramm ist aus der langjährigen Partnerschaft der MLU mit der Keio Universität entstanden. Die Elite-Universität ist die älteste Universität Asiens und zählt über 30.000 Studierende. In der Pilotphase wurde das Studienangebot finanziell von der Robert-Bosch-Stiftung unterstützt. Es wird gemeinsam mit der Studienstiftung des deutschen Volkes durchgeführt und seit 2016 auch von der Haniel Stiftung gefördert.

Weitere Informationen:
www.studienstiftung.de/japan
www.japan-doppelmaster.de

 

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