Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Kooperationen mit Zentralasien: MLU richtet bundesweites Wissenschaftsforum aus

Nummer 012/2026 vom 17. Februar 2026

Die Martin-Luther-UniversitĂ€t Halle-Wittenberg (MLU) veranstaltet vom 23. bis 25. Februar das erste „Deutsche Hochschul- und Wissenschaftsforum Zentralasien“. Die Veranstaltung bringt mehr als 180 Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Politik und Forschungsförderung zusammen. Ziel ist, die deutsche Wissenschaftsgemeinschaft ĂŒber Kooperationspotenziale mit Zentralasien zu informieren und den Aufbau eines bundesweiten Netzwerks anzustoßen. Erwartet werden auch die Botschafter der fĂŒnf zentralasiatischen LĂ€nder und Dr. Marcus Pleyer, StaatssekretĂ€r im Bundesministerium fĂŒr Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR).

Zentralasien ist aufgrund seiner geografischen Lage, seines Rohstoffreichtums und als „Hot Spot“ des Klimawandels von besonderer geopolitischer Bedeutung. Entsprechend gibt es großes Interesse an Kooperationen in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Energie, Wasser, Klima, Ressourcenmanagement und Hochschulbildung. Die MLU ist bereits seit 2019 mit einer AuslandsreprĂ€sentanz in Almaty, Kasachstan, in der Region vertreten. Daran angegliedert ist das vom BMFTR geförderte „Central Asia Sustainable Innovation Bureau“ (CASIB). Das KontaktbĂŒro unterstĂŒtzt den Transfer von Innovationen und Projektergebnissen und vernetzt BMFTR-geförderte Projekte in den zentralasiatischen PartnerlĂ€ndern und organisiert zugleich den Forschungsaustausch in Zentralasien.

„Die AuslandsreprĂ€sentanz der MLU ist die zentrale Anlaufstelle fĂŒr Politik, Wirtschaft und Wissenschaft in Zentralasien. Keine deutsche UniversitĂ€t ist in der Region besser vernetzt. Mit dem Forum schaffen wir einen Ort des bundesweiten Austauschs, um vorhandene Expertisen sichtbar zu machen und neue Kooperationen strategisch weiterzuentwickeln“, sagt MLU-Rektorin Prof. Dr. Claudia Becker.

Die Veranstaltung fokussiert auf die Zusammenarbeit mit den LĂ€ndern Zentralasiens. Am ersten Tag stehen die geo- und forschungspolitische Einordnung sowie der aktuelle Stand und Potenziale der Kooperationen deutscher Akteure mit zentralasiatischen Partnern im Fokus. Der zweite Tag dient zum Erfahrungsaustausch in den Bereichen Forschung und Nachwuchsförderung. Diskutiert werden soll auch die Idee fĂŒr ein Netzwerk deutscher Forschungsakteure, die in Zentralasien tĂ€tig sind oder sein wollen. Am dritten Tag stellen deutsche Förderorganisationen und das BMFTR ihre Programme und geplanten AktivitĂ€ten fĂŒr Zentralasien vor.

An der Tagung nehmen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler von mehr als 50 deutschen Forschungseinrichtungen und Hochschulen teil. Zu Gast sind zudem die Botschafter der fĂŒnf zentralasiatischen LĂ€nder: S. E. Dilshod Akhatov (Usbekistan), S. E. Nurlan Onzhanov (Kasachstan), S. E. Berdymurat Redjepov (Turkmenistan), S. E. Imomudin Sattorov (Tadschikistan) und S. E. Omurbek Tekebaev (Kirgisistan). BMFTR-StaatssekretĂ€r Dr. Marcus Pleyer wird ein Grußwort halten.

Die Veranstaltung findet in den RĂ€umen der Nationalen Akademie der Naturwissenschaften Leopoldina in Halle statt und wird durch das BMFTR sowie den ProjekttrĂ€ger PT-DLR unterstĂŒtzt.

Weitere Informationen: https://www.conferencemanager.de/zentralasienforum

Veranstaltung: Zentralasienforum 2026
23. bis 25. Februar 2026
Nationale Akademie der Naturwissenschaften Leopoldina
JĂ€gerberg 1
06108 Halle (Saale)

 

Zum Seitenanfang