Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Kleines Fach ganz groß: Gastdozentur für Armenologie in Halle

Förderung durch DAAD / Armenischer Bildungsminister zu Besuch

Nummer 203/2010 vom 13. September 2010
Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) fördert die Einrichtung einer Gastdozentur für Armenologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Die Partner stärken somit Lehre und Forschung zu Sprachen und Kulturen des christlichen Orients. Den Zuwendungsbescheid erhält MLU-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter am Dienstag, 14. September 2010, bei einem Besuch des armenischen Bildungsministers in Halle.

Für die kommenden drei Jahre trägt der DAAD vier Fünftel der Kosten für die Gastdozentur (mehr als 110.000 Euro), finanziert aus Mitteln des Auswärtigen Amtes (AA). „Über diese Unterstützung freuen wir uns außerordentlich", sagt MLU-Rektor Sträter. „Damit können wir ein kleines, aber wichtiges Fach stärken, das für die Martin-Luther-Universität ein Alleinstellungsmerkmal darstellt."

Das entspricht der Intention des Deutschen Akademischen Austauschdienstes mit seinem Programm „Stärkung und Ausbau der Regionalwissenschaften (STAR)": „Mit der Förderung der Armenologie soll, wie bereits in ähnlichen Fällen bei der Mongolistik in Bonn oder der Kasachologie in Berlin, die deutsche Wissenschaftstradition und Expertise in der Regionalkunde gestärkt werden", erklärt Dr. Manja Hussner, Referatsleiterin Kaukasus und Zentralasien.

Die Wissenschaft vom christlichen Orient, der sich vom Horn von Afrika bis zum Kaukasus erstreckt, zählt zu den Lehr- und Forschungsschwerpunkten des Orientalischen Instituts der Martin-Luther-Universität. Dort angesiedelt ist das interdisziplinäre MESROP Zentrum für Armenische Studien, ein deutschlandweit einzigartiges Instrument für eine breit gefächerte armenologische Forschung und Lehre. Das MESROP Zentrum unterstützt zudem tatkräftig die wissenschaftlich-kulturelle Zusammenarbeit zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Armenien, die im Auftrag der Kultusministerkonferenz vom Kultusministerium Sachsen-Anhalts koordiniert wird.

Durch seine umfangreiche Arbeit hat das Zentrum auch den entscheidenden Impuls für den Partnerschaftsvertrag zwischen der Staatlichen Universität Jerewan und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gegeben, der 2008 unterzeichnet wurde. Geleitet wird es von Hermann Goltz, Professor für Ostkirchenkunde an der MLU, in interdisziplinärem Zusammenwirken mit PD Dr. Armenuhi Drost-Abgarjan vom Orientalischen Institut. Die 55-Jährige, die aus der armenischen Hauptstadt Jerewan stammt, übernimmt nun die Gastdozentur für Armenologie.

Ausdruck der langjährigen Armenien-Beziehungen der MLU ist auch der Besuch des armenischen Bildungs- und Wissenschaftsministers Armen Aschotyan. Er weilt mit seiner Delegation auf Einladung des DAAD für mehrere Tage in Deutschland. An der Martin-Luther-Universität stehen neben dem Austausch über das MESROP Zentrum und einer Führung durch das historische Hauptgebäude auch Besichtigungen und Gespräche auf dem Weinberg Campus auf dem Programm. Das Interesse der armenischen Gäste gilt dabei vor allem den Agrar- und den Ingenieurwissenschaften.

 

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