Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

„Studenten-Meubeln“, Allegorie auf das Wohlbefinden eines halleschen Studenten, Gouache, 1748
Studentenstammbuch Paul Serres (1748–1749), Stadtarchiv Halle
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"Gaudeamus igitur" - Studentenleben im 18. Jahrhundert

Nummer 095/2011 vom 08. April 2011
Studentische Geselligkeit in Halle des 18. Jahrhunderts steht im Mittelpunkt einer facettenreichen Sonderausstellung, zu der die Zentrale Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) interessierte Besucher einlädt. Eröffnet wird die sehenswerte und farbenprächtige Exposition am Freitag, 15. April 2011, um 16 Uhr in der Aula im Löwengebäude. Sie steht unter dem Titel: „Nicht zum Fressen, nicht zum saufen, sondern Weisheit einzukaufen … Studentische Geselligkeit im 18. Jahrhundert an der halleschen Universität“.

Zur musikalischen Umrahmung erklingen Studentenlieder wie „Gaudeamus igitur“, „An der Saale hellem Strande“ und „Halle, alte Musenstadt“, die Studierende und Absolventen des Instituts für Musik der MLU vortragen. Nach dem Grußwort des Rektors Prof. Dr. Udo Sträter gibt Uni-Kustos Dr. Ralf-Torsten Speler eine Einführung in die Ausstellung. Die Kunsthistorikerin Dr. Ute Willer bietet anschließend eine Führung an.

„Gezeigt werden Zeugnisse der studentischen Geselligkeit im Spiegel von über 100 Studentenstammbüchern aus dem Jahrhundert der Aufklärung“, sagt Ralf-Torsten Speler. Zu sehen sind außerdem literarische Zeugnisse und archivalische Quellen, die dem Besucher neben Wissenswertem auch Freude und Erstaunen über das vergangene Studentenleben vermitteln. „Der größte Teil der vorgestellten Exponate ist erstmalig zu sehen“, so Speler.

In einem ansprechenden und reich bebilderten Katalog, der zur Ausstellung erscheint, werden darüber hinaus Studentenlieder und Dichtungen aus und über „Saalathen“ vorgestellt. Nicht zuletzt enthält die Publikation Berichte über studentische Trinkgelage und geistreiche, aber „dem Branntwein“ verfallene Professoren. Auch Informationen über den Karzer gehören dazu, der als universitäres Gefängnis zur letzten Instanz übertriebener studentischer Geselligkeiten diente.

Die Ausstellung ist ein Beitrag der Universität zum diesjährigen Jahresprogramm der Museen des Landes „Sachsen-Anhalt und das 18. Jahrhundert - Geselligkeiten“. Zu danken ist in diesem Zusammenhang dem MLU-Alumnus Dr. Hans Stula, der über 50 Stammbücher aus seiner liebevoll zusammengetragenen Privatsammlung für die Ausstellung zur Verfügung gestellt hat. Weitere wichtige Leihgeber sind die Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB), das Stadtarchiv Halle und die Stiftung Moritzburg.

Dr. Ralf-Torsten Speler ist Projektleiter der Ausstellung und Herausgeber des Katalogs. Gemeinsam mit der Kunsthistorikerin Dr. Ute Willer und dem Graphiker Lutz Grumbach sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zentralen Kustodie wurde die Ausstellung erarbeitet.

Ausstellungsdauer: 17. April bis 17. Juli 2011
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 11 bis 13 Uhr und 14 bis 18 Uhr
Sonntag 14 bis 18 Uhr
Montag und Samstag geschlossen

 

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