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20. Sportwissenschaftlicher Hochschultag "bewegt" die Uni

Nummer 202/2011 vom 20. September 2011
„Innovation, Kreativität und Leistung“ lautet das Motto des 20. Sportwissenschaftlichen Hochschultags der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs), der in diesem Jahr an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) vom Department Sportwissenschaft ausgerichtet wird. Rund 500 Teilnehmer aus dem In- und Ausland werden vom 21. bis 23. September 2011 zu diesem zentralen Kongress der deutschen Sportwissenschaft in Halle erwartet.

„Ein so hochkarätiger Kongress wird zur Ausrichtung nur an Sportinstitute mit ausgewiesener Reputation vergeben. Ich freue mich sehr, dass er in diesem Jahr in Halle stattfindet“, sagt MLU-Rektor Prof. Dr. Udo Sträter. Nicht nur die Sportwissenschaft an der Universität kann damit ihr Image stärken. „Auch die Stadt, die am 20. September das neue Sportstadion 'Erdgas Sportpark' einweiht, dürfte sich freuen, dass der Sport auf einer großen wissenschaftlichen Tagung ganz im Mittelpunkt steht“, so der Rektor.

Der Kongress wird am 21. September um 12.45 Uhr im Auditorium Maximum am Universitätsplatz eröffnet. Mit acht Hauptvorträgen, internationalen Gastrednern und 330 Kurzbeiträgen werden drei Tage lang aktuelle Aspekte des Sports aus unterschiedlichen Perspektiven umfassend beleuchtet. „Es geht um wichtige Zukunftsfragen der modernen Sportwissenschaft in Forschung, Lehre und Praxis“, fasst die dvs-Präsidentin Prof. Dr. Dorothee Alfermann (Universität Leipzig) zusammen.

Nicht zuletzt für hallesche Sportstudenten stellt die Tagung, die aller zwei Jahre stattfindet, ein besonderes Event dar. „In Halle studieren knapp 500 junge Menschen Sport in einem Lehramts- oder Bachelorstudiengang. 40 Studierende zählen die beiden sehr stark nachgefragten Masterstudiengänge Sport und Ernährung sowie Angewandte Sportpsychologie”, erklärt Prof. Dr. Kuno Hottenrott, Vize-Präsident der dvs sowie Organisator und Gastgeber vor Ort. Mit der Einführung dieser Masterstudiengänge hat die hallesche Sportwissenschaft innovatives Potenzial mit interdisziplinärer Ausrichtung in die Wissenschaftlandschaft eingebracht.

Wohin entwickelt sich die moderne Sportwissenschaft? Der Kongress widmet sich kreativen und innovativen Forschungsansätzen und konzeptionellen sowie theoretischen Ideen, die die Sportwissenschaft in ihrer Vielfalt und in ihrer Interdisziplinarität voranbringen. Fächerübergreifende Anknüpfungspunkte gibt es in einer Vielzahl von Fachrichtungen, darunter Soziologie, Psychologie, Pädagogik, Didaktik, Biomechanik, Medizin und Ernährungswissenschaften.

Die Themen der Tagung reichen von einer Einführung in den Hochschultag unter dem beziehungsreichen Motto „Wissenschaft bewegt Sport bewegt Wissenschaft“ über „Mechanismen der Bewegungstherapie“ oder „Spielintelligenz, Spielkreativität und Spielintuition“ bis hin zu „Innovationen in der Sportartikelindustrie“. Auch der Einfluss kultureller und biologischer Bedingungen auf Genom und Fitness ist Gegenstand der Diskussion. Nicht zu vergessen sind pädagogische und didaktische Aspekte, die vor allem die Schulsportentwicklung voranbringen können. Die unterschiedlichen Themen verdeutlichen, dass die Sportwissenschaft nicht einfach eine Nischendisziplin für Fragen der elaborierten Freizeitgestaltung ist. Darauf weist auch Sachsen-Anhalts Ministerin für Wirtschaft und Wissenschaft Prof. Dr. Birgitta Wolff in ihrem Grußwort im Programmheft zum dvs-Hochschultag hin.

Das wissenschaftliche Programm des dvs-Hochschultags beinhaltet spannende Posterpräsentationen. Darüber hinaus bieten Partner des Hochschultags verschiedene Workshops an und es finden Mitgliederversammlungen einiger Sektionen und Kommissionen der dvs statt.

Sportlertalk: Spitzensportler im Gespräch
Spannung verspricht am Eröffnungsabend (Mittwoch, 21. September) des Sportwissenschaftlichen Hochschultags ein Sportlertalk. Spitzensportler stellen sich dem Gespräch über ihr Leben und ihre Karriere ab 19.30 Uhr im Löwengebäude (Universitätsplatz). Die Talkrunde moderiert Zehnkämpfer und Olympiasieger Christian Schenk. Vor allem geht es im Gespräch um die „Vereinbarkeit von Leistungssport und Hochschulstudium“, um Leistung und Sportförderung in Deutschland sowie die Nachkarriere des Sportlers.
Teilnehmen werden die Olympiasiegerin im Modernen Fünfkampf Lena Schöneborn, die Olympiasiegerinnen aus Halle Ilke Wyludda im Diskuswurf und Silke Renk-Lange im Speerwurf, Biathlet Frank-Peter Roetsch, der zu den erfolgreichsten Athleten in dieser Sportart zählt, sowie der hallesche Sportstudent, Extremsportler und Wetten-dass-Gewinner Philipp Auerswald.
Die Veranstalter haben die Talkrunde gemeinsam mit der DKB und BARMER GEK organisiert.

Förderung des Spitzensports an der MLU
Die Martin-Luther-Universität hat im Jahr 2007 mit dem Olympiastützpunkt Sachsen-Anhalts einen Kooperationsvertrag zur Förderung des Spitzensports geschlossen. Im Dezember 2010 fand eine Informationsveranstaltung zum Thema „Duale Karriere - Leistungssport und Studium an der MLU“ statt. An der Runde nahmen der MLU-Rektor, Professoren mit Studienkontakt zu Spitzensportlern, der OSP-Leiter und mehrere Spitzensportlerinnen und -sportler teil. Auch der Sportlertalk am Mittwoch will nicht nur Probleme einer „Dualen Karriere“, d. h. Vereinbarkeit von Hochschulstudium und Spitzensport aufzeigen, sondern unter anderem Lösungen thematisieren.

Hallescher Sportwissenschaftler in Endausscheidung um dvs-Nachwuchspreis für eine herausragende Forschungsarbeit
Zum sechsten Mal wird der dvs-Nachwuchspreis für eine herausragende Forschungsarbeit vergeben. Drei Arbeiten kamen in die Endrunde und werden am Donnerstag von den Kandidaten im Rahmen eines halbstündigen Vortrags auf dem dvs-Hochschultag vorgestellt und durch eine Jury bewertet. Darunter ist die Forschungsarbeit des Sportwissenschaftlers Thomas Gronwald zum Thema „Beeinflusst die Hirnaktivität die Ausdauerleistung? - eine Untersuchung zur zentralnervalen Aktivierung bei identischer Belastungsvorgabe unter Normoxie und normobarer Hypoxie. Gronwald ist im Arbeitskreis von Professor Hottenrott tätig und schreibt zu dieser Thematik seine Doktorarbeit. Die Preisverleihung erfolgt am Donnerstag während des Gesellschaftsabends. Sie ist verbunden mit einer Geldzuwendung, die durch die Friedrich-Schleich-Gedächtnis-Stiftung ermöglicht wurde.

Präsentation des Veranstaltungskonzepts im Netz:
http://www.sportwissenschaft.de/fileadmin/pdf/tagungen2011/Praesentation_dvs-Hochschultag_2011_in_Halle.pdf

 

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