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Frauen in die Wissenschaft: Universitäten Halle, Jena und Leipzig starten gemeinsames Mentoring-Programm für Postdoktorandinnen

Nummer 133/2013 vom 24. Juni 2013
Für junge Wissenschaftlerinnen ist der Weg auf der wissenschaftlichen Karriereleiter mitunter steinig – oft noch mehr als für ihre männlichen Kollegen. „Frauen erfahren seltener persönliche Unterstützung im Sinne eines Mentoring und sind häufig weniger stark vernetzt“, sagt Annette Wagner-Baier, Projektkoordinatorin für die Universität Jena. Die Folge: Deutlich weniger Frauen als Männer bleiben nach Abschluss ihrer Promotion an der Universität und streben eine akademische Karriere an. „Der geringe Frauenanteil innerhalb der Postdoc-Phase ist ein bundesweites Problem“, sagt Prof. Dr. Erika Kothe, Prorektorin für wissenschaftlichen Nachwuchs und Gleichstellung der Uni Jena. „Wir möchten diese Frauen gezielt und verstärkt begleiten und unterstützen.“ Die Universitäten Jena, Halle und Leipzig haben zu diesem Zweck ein gemeinsames Mentoring-Programm speziell für Postdoktorandinnen ins Leben gerufen. Heute ist es offiziell gestartet.

„Der besondere Charme des gemeinsamen Programms liegt darin, über Universitätsgrenzen hinweg Mentoring-Beziehungen zu etablieren – und den Beteiligten damit auch eine noch bessere Vernetzung zu ermöglichen. Das Programm ergänzt hervorragend unsere bestehenden Mentoring-Angebote“, sagt Prof. Dr. Matthias Schwarz, Prorektor für Forschung und Nachwuchsförderung an der Universität Leipzig.

Insgesamt 24 Nachwuchswissenschaftlerinnen pro Jahr – acht von jeder beteiligten Universität – bekommen für maximal zwei Jahre einen persönlichen Mentor oder eine Mentorin aus einer der jeweils anderen Universitäten zur Seite gestellt. Die Mentoren sind erfahrene Hochschullehrer oder Professoren, die den Postdoktorandinnen bei ihrer Karriereplanung helfen und in wissenschaftliche Netzwerke einführen. Wie auch die Prorektorin für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Halle-Wittenberg, Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost, unterstreicht, geht es im Mentoring um den Austausch und die Weitergabe von karriererelevantem Wissen, Erfahrungen und fachlichen Kontakten, aber auch um Fragen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie um Erfahrungen mit Berufungsverfahren. Außerdem gehören spezielle Workshops zu Schlüsselkompetenzen wie Bewerbungsstrategien und Training in Führungs- und Managementaufgaben zum Programm. In themenbezogenen Peer-Gruppen können sich die Nachwuchswissenschaftlerinnen untereinander austauschen. „Auf diese Weise können sie ein eigenes, interdisziplinäres Netzwerk aufbauen, das auch nach dem Programm bestehen bleibt“, erläutert Annette Wagner-Baier. „Dies sichert auch langfristig einen Gewinn aus der Teilnahme am Mentoring-Programm.“

An dem Programm können Nachwuchswissenschaftlerinnen des Univerbundes Halle-Jena-Leipzig teilnehmen, deren Promotion mindestens zwei Jahre zurück liegt. Zu den Teilnehmerinnen des ersten Jahrganges gehören Wissenschaftlerinnen aller Fachbereiche. Damit das Mentoring-Programm für alle Beteiligten ein Erfolg wird, gibt es begleitende Feedbackgespräche und regelmäßige Evaluationen. Schließlich geht es nicht nur um die berufliche Weiterentwicklung der Teilnehmerinnen: „Unser Ziel ist es, die Postdoktorandinnen nachhaltig in das Wissenschaftssystem einzubinden“, sagt Prof. Kothe. „Und den heutigen Doktorandinnen und Studentinnen möchten wir Mut machen und zeigen, dass auch Frauen und Mütter Professorinnen werden können.“ Denn eine Wissenschaftskarriere ist ein Berufsweg, der zwar viel Engagement erfordert, aber auch hohe Freiheit verspricht und sich effizient planen lässt – vor allem mit der Hilfe von Erfahrenen.

Weitere Informationen zum Mentoring-Programm unter: www.pd-mentoring.uni-jena.de

 

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