Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Fokus auf Vielfalt: Uni Halle kann innovative Lehramtsausbildung fortsetzen

Nummer 143/2018 vom 17. Oktober 2018
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erhält auch in der zweiten Phase des Bund-Länder-Programms "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" eine Förderung. Rund 1,5 Millionen Euro stehen ab 2019 für das Projekt "Kasuistische Lehrerbildung für den inklusiven Unterricht" (KALEI) zur Verfügung. Ziel ist es, Lehramtsstudierende an der MLU besser auf die sozialen und kulturellen Unterschiede in den Klassenzimmern vorzubereiten.

"Wir freuen uns sehr über diese erneute Bewilligung. Sie ist ein deutliches Signal für die Qualität der Lehrerbildung an der Universität Halle", sagt Prof. Dr. Thomas Bremer, Direktor des halleschen Zentrums für Lehrerbildung (ZLB). "Wir werden die Zusatzfinanzierung nutzen, um die Anstrengungen für bessere Studienbedingungen zu unterstützen und innovative Formate in der Lehre weiterzuentwickeln", so Bremer weiter.

Rektor Prof. Dr. Christian Tietje betont: "Eine fortschrittliche, praxisbezogene Lehramtsausbildung war und ist stets ein wichtiger Pfeiler im Studien- und Forschungskonzept der Martin-Luther-Universität. Die erneute Förderung durch den Bund bedeutet eine wichtige Anerkennung der hier geleisteten Arbeit."

Im Zentrum von KALEI steht die bessere Vorbereitung der Lehramtsstudierenden auf ihren künftigen Berufsort. "Die Schule hat sich gerade in den letzten Jahren deutlich verändert. In der Ausbildung von Studierenden kommt es vor allem darauf an, mit der zunehmenden Vielfalt der sozialen und kulturellen Herkunft der Schülerinnen und Schüler pädagogisch umzugehen", so der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Rolf-Torsten Kramer, der das KALEI-Projekt künftig leiten wird. Das Bewusstsein für die Unterschiede in den Bildungsbiografien sei in den letzten Jahren immer stärker gewachsen, so Kramer. "Deshalb ist es wichtig, Lehrerinnen und Lehrer für einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen Unterschieden zwischen einzelnen Lernenden und ganzen Lerngruppen bei der Gestaltung von Lern- und Bildungsprozessen zu sensibilisieren. Die Fähigkeiten dazu muss man bereits im Studium erwerben."

Dieser Ansatz einer inklusiven Pädagogik knüpft an das hallesche KALEI-Projekt an, das bereits 2016 in der ersten Phase der "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" gefördert wurde und dessen Finanzierung im Sommer 2019 auslaufen wird.

Thomas Bremer unterstreicht vor allem die regionale Bedeutung der erneuten Förderung: "Angesichts der Tatsache, dass die Universität Halle als einzige Universität in der Region erfolgreich war, hoffen wir, dass unser Ansatz über Halle hinaus ausstrahlen wird."

Die "Qualitätsoffensive Lehrerbildung" ist eine vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Initiative zur Unterstützung nachhaltiger Reformen in der Lehrerbildung. Studierende sollen mit ihnen besser auf die künftigen Anforderungen der Schulpraxis vorbereitet werden.

Weitere Informationen unter: https://www.zlb.uni-halle.de/qlb/

 

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