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„Halle Lectures“: Historikerin spricht über die Geschichte globaler Dinge

Nummer 172/2018 vom 22. November 2018
Dinosaurierskelette aus dem damaligen Deutsch-Ostafrika, menschliche Schädel aus Ozeanien: Dies sind Dinge, die unter anderem Missionare im Zuge der Aufklärung nach Europa brachten und die das Wissen der Europäer veränderten. Über die Vergangenheit dieser und vieler weiterer Objekte spricht die Historikerin Prof. Dr. Rebekka Habermas von der Universität Göttingen am Mittwoch, 28. November, in ihrem Vortrag "Aufgeklärte Wunderkammern und moderne Wissenswelten: Eine Geschichte globaler Dinge und was sie uns lehrt". Der Vortrag findet im Rahmen der Halle Lectures 2018 der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) statt.

Prof. Dr. Rebekka Habermas zeichnet die Geschichte außereuropäischer Dinge nach, die während der Aufklärung nach Europa gelangten und dort den Wissensstand der Menschen veränderten. Dies geschah vor allem durch wichtige Einflussnehmer der Aufklärung, zu denen auch Missionare gehörten. Sie brachten beispielsweise Bronzen aus Benin oder Dinosaurierskelette aus dem damaligen Deutsch-Ostafrika mit. Diese andersartigen Objekte bereicherten das europäische Wissen und führten dazu, dass sich neue Wissensbereiche bildeten, die schließlich auch zur Überlegenheit Europas in den Wissenschaften beitrugen. Und es sind genau diese Dinge, die die Europäer bis heute mit vielen Teilen der Welt verbinden. Wie mit diesen Dingen hier und anderswo umgegangen wurde und umgegangen werden soll, darüber spricht die Referentin in ihrem Vortrag.

Die erste Halle Lecture hielt der Historiker Prof. Dr. Dipesh Chakrabarty von der University of Chicago. Sein Vortrag "The Difficulty of Being Modern: Thoughts on Global and Planetary Histories" wurde aufgezeichnet und ist online abrufbar:  http://openlecture.uni-halle.de/episode/5d6926ca-9d2c-47fd-b4ea-a6c7deb72182

Organisiert werden die Halle Lectures von dem Interdisziplinären Zentrum für die Erforschung der Europäischen Aufklärung, der Alexander-von-Humboldt-Professur für neuzeitliche Schriftkultur und europäischen Wissenstransfer, dem Interdisziplinären Zentrum für Pietismusforschung und dem Landesforschungsschwerpunkt "Aufklärung - Religion - Wissen" der MLU, die für diese Veranstaltung mit den Franckeschen Stiftungen kooperieren.

Zur Veranstaltung:
Rebekka Habermas: "Aufgeklärte Wunderkammern und moderne Wissenswelten: Eine Geschichte globaler Dinge und was sie uns lehrt"
Mittwoch, 28. November 2018, 18 Uhr
Franckesche Stiftungen, Haus 1, Freylinghausen-Saal
Franckeplatz 1
06110 Halle (Saale)

 

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