Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Veranstaltungen an der Universität im März 2019

Nummer 021/2019 vom 14. Februar 2019
Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) veranstaltet auch im März wieder Ausstellungen, Führungen und Tagungen. Sie erhalten im Folgenden eine Auswahl. Eine vollständige Übersicht finden Sie im Internet unter: www.veranstaltungen.uni-halle.de.

Öffentliche Führung durch das historische Magazingebäude der ULB
Samstag, 2. März 2019, 11 - 12 Uhr
Historisches Magazin der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt (ULB)
August-Bebel-Straße 50, 06108 Halle (Saale)

Das Ende des 19. Jahrhunderts erbaute Gebäude gilt als einer der ersten Bibliothekszweckbauten Deutschlands. Die damaligen Überlegungen zur Buchaufbewahrung haben bis heute Gültigkeit. Im Rahmen der Führung kann der sonst nicht öffentlich zugängliche Magazinbereich besichtigt werden. Besucher erfahren, was ein Panizzi-Stift ist und warum Bibliothekare als Erfinder der Systemmöbel gelten können.

Weitere Informationen: http://bibliothek.uni-halle.de/

Ansprechpartner:
Ellen Reihl
Telefon: +49 345 55-22145
E-Mail: ellen.reihl@bibliothek.uni-halle.de

 

Workshop | Gründernachtschicht "Netzwerken"
Dienstag, 12. März 2019, 18 - 0 Uhr
Burse zur Tulpe, Hallischer Saal
Universitätsring 5, 06108 Halle (Saale)

Wie funktioniert zielgerichtetes Netzwerken, wo liegen die Grenzen und welche Methoden unterstützen bei der Strategiefindung? In Gesprächssimulationen erproben die Teilnehmer, ihre kommunikativen Fähigkeiten situativ passend und bewusst einzusetzen. Die Referentin des Abends ist Elke Simon-Kuch, Business Coach.

Weitere Informationen: https://www.gruendung.uni-halle.de/

Ansprechpartner:
Gitta-Susann Hartenstein
Telefon: +49 345 55-22978
E-Mail: gitta-susann.hartenstein@gruendung.uni-halle.de

 

Ausstellung: "Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust"
Eröffnung: Mittwoch, 13. März, 18 - 20 Uhr
Ausstellung: Mittwoch, 13. März bis Samstag, 13. April 2019
Montag bis Samstag 8 - 17 Uhr, Sonntag 14 - 17 Uhr
Zweigbibliothek Rechtswissenschaften, Juridicum
Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale)

Der Holocaust wäre nicht möglich gewesen ohne die Mitwirkung zahlloser Menschen. Warum beteiligten sich einige eifrig und aktiv an der Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen und Juden? Warum schwiegen so viele und nahmen die Verbrechen hin? Warum entschlossen sich so wenige, den Opfern zu helfen oder Widerstand zu leisten? Das Verhalten der Menschen reichte von behutsamen Zeichen der Solidarität mit den Verfolgten bis hin zu aktiven Rettungsversuchen, von der Duldung judenfeindlicher Maßnahmen bis hin zur bereitwilligen Zusammenarbeit mit den Tätern und zur eigenen Täterschaft. Mit diesen Fragen befasst sich die Ausstellung des United States Holocaust Memorial Museums.

Historische Aufnahmen beleuchten die unterschiedlichen Verhaltensweisen, mit denen die Menschen auf die Nöte ihrer jüdischen Klassenkameradinnen, Kollegen, Nachbarinnen und Freunde reagierten. Sichtbar werden Motive und Zwänge, die die individuellen Entscheidungen und Handlungen während des Holocausts beeinflussten.

Gefördert von der Stiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" präsentiert Miteinander e.V. in Kooperation mit dem United States Holocaust Memorial Museum sowie der Juristischen und Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Martin-Luther-Universität die Ausstellung und ein Begleitprogramm.

Öffentliche Führungen finden am Donnerstag, den 14., 21. und 28. März, jeweils um 18 Uhr und am Samstag, 30. März, um 11 Uhr statt. Die Führung am 28. März erfolgt in arabischer Sprache. Eine Teilnahme ist nur nach Anmeldung unter anmeldung@miteinander-ev.de oder +49 345 5237214 möglich. 

Ansprechpartner:
Dr. Jutta Schubert
Telefon: +49 345 55-23102
E-Mail: jutta.schubert@jura.uni-halle.de

 

Vortrag | Hans Goldenbaum: "Sie müssen akzeptieren, dass das in Deutschland eben ganz wichtig ist"
Dienstag, 19. März 2019, 18 - 20 Uhr
Zweigbibliothek Rechtswissenschaften, Juridicum, Seminarraum II
Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale)

Der Vortrag von Hans Goldenbaum, Historiker und Islamwissenschaftler aus Dessau, fragt nach Herausforderungen und Chancen der "holocaust education" in der historisch-politischen Bildungsarbeit mit Geflüchteten insbesondere aus dem Nahen und Mittleren Osten. Dabei geht es um die der Vergangenheit individuell zugeschriebene Bedeutung und Kontexte in den Herkunftsländern, die unterschiedlichen Perspektiven der deutschen Tätergesellschaft und außereuropäischer postkolonialer Gesellschaften, jüdisch-arabische Geschichte und nicht zuletzt um Überwältigungsverbot und Kontroversitätsgebot des Beutelsbacher Konsens.

Vor und nach dem Vortrag wird zudem eine Ausstellung gezeigt, die aus einer Geschichts- bzw. "Erinnerungswerkstatt" mit Geflüchteten in Dessau entstanden ist. 

Ansprechpartner:
Dr. Jutta Schubert
Telefon: +49 345 55-23102
E-Mail: jutta.schubert@jura.uni-halle.de

 

Lesung | Zoni Weisz: "Der vergessene Holocaust. Mein Leben als Sinto, Unternehmer und Überlebender"
Mittwoch, 20. März 2019, 18 - 20 Uhr
Zweigbibliothek Rechtswissenschaften, Juridicum, Seminarraum II
Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale)

Die niederländische Sinto und Überlebende des Holocaust Zoni Weisz liest aus seinem Buch "Der vergessene Holocaust". Die Lesung ist eine Begleitveranstaltung zur Ausstellung "Einige waren Nachbarn: Täterschaft, Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust". 

Ansprechpartner:
Dr. Jutta Schubert
Telefon: +49 345 55-23102
E-Mail: jutta.schubert@jura.uni-halle.de

 

Podiumsdiskussion: Erinnerungskultur in Zeiten des Rechtsrucks
Dienstag, 26. März 2019, 18 - 20 Uhr
Zweigbibliothek Rechtswissenschaften, Juridicum, Seminarraum II
Universitätsplatz 5, 06108 Halle (Saale)

Vor dem Hintergrund eines wachsenden Antisemitismus und hitziger Debatten um Bedeutung und Formen des Gedenkens in- und außerhalb der Parlamente - bis hin zur Verharmlosung der NS-Verbrechen und der Forderung nach einer 180-Grad-Wende der Gedenkkultur - diskutieren Klaus Mueller (United States Holocaust Memorial Museum), Pascal Begrich (Miteinander e.V.), Franziska Göpner (Anne Frank Zentrum) und Max Privorozki (Landesverband Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt) über die Wirkmächtigkeit von Erinnerungsarbeit und die Bedeutung des Gedenkens für eine demokratische und offene Gesellschaft.

Ansprechpartner:
Dr. Jutta Schubert
Telefon: +49 345 55-23102
E-Mail: jutta.schubert@jura.uni-halle.de

 

Der Nachlass Hermann Gunkels in der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt - Eine Foyer-Ausstellung
bis Freitag, 3. Mai 2019
Montag bis Donnerstag, 8 - 18 Uhr, Freitag 8 - 13 Uhr 
Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), Haus 13, Foyer
August-Bebel-Straße 13, 06108 Halle (Saale)

Im Rahmen einer Foyer-Ausstellung zeigt die Abteilung "Historische Sammlungen" der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), eine Auswahl aus dem Nachlass des Theologen Hermann Gunkel (1862-1932). Gunkel wirkte insgesamt fast zwei Jahrzehnte in Halle und zählt zu den einflussreichsten Alttestamentlern des 20. Jahrhunderts. Sein Nachlass, vor allem die an ihn gerichtete Korrespondenz, ist nach mehrjähriger Arbeit nunmehr vollständig erschlossen und katalogisiert. Aus diesem Anlass werden ausgewählte Stücke präsentiert, die neue Einblicke in das Leben und Wirken Gunkels geben - vom Briefmanuskript bis hin zum Schüleraufsatz.

Weitere Informationen: https://bibliothek.uni-halle.de/

Ansprechpartner:
Dr. Julia Knödler
Telefon: +49 345 55-22158
E-Mail: julia.knoedler@bibliothek.uni-halle.de

 

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