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Von Scan-Techniken und „Hybridbären“: Internationale Präparatoren-Tagung an der Uni Halle

Nummer 060/2019 vom 02. Mai 2019
Wie können naturwissenschaftliche Sammlungen für die Zukunft erhalten werden? Welche Methoden gibt es, um die Exponate für die Forschung zugänglich zu machen? Und wie geht man aus ethischer Sicht mit Sammlungsobjekten wie etwa Teilen von menschlichen Körpern um? Diese und viele weitere Fragen stehen im Zentrum der 57. Internationalen Arbeitstagung des Verbands Deutscher Präparatoren, die vom 8. bis 10. Mai an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet. Organisiert wird die Veranstaltung vom Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen (ZNS) der MLU anlässlich des 250-jährigen Bestehens der Sammlungen an der Universität.

Mit einer Vielzahl von Fachvorträgen und Workshops widmet sich die Tagung historisch-naturwissenschaftlichen Sammlungen und deren Konservierung. Es werden rund 120 Teilnehmer aus den Fachgebieten biologische, medizinische und geowissenschaftliche Präparation sowie Restaurierung erwartet. Sie kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aber auch aus Japan, Bangladesch oder Norwegen. Organisiert wird die Tagung von Michael Stache, Präparator der Geiseltalsammlung und der Haustierkundlichen Sammlung am ZNS, sowie von Joachim Händel, Präparator der Zoologischen Sammlung.

Zu den Themen der Fachvorträge gehören der Sammlungserhalt und die Erschließung der Exponate für die wissenschaftliche Bearbeitung. Es wird zum Beispiel ein computergesteuerter Drehteller vorgestellt, der die dreidimensionale Digitalisierung von Objekten erleichtert. In einem Vortrag geht es zudem um praktische und persönliche Herausforderungen von Präparatorinnen und Präparatoren bei der Arbeit mit menschlichen Präparaten. Vorgestellt werden außerdem Projekte wie die Fellrekonstruktion einer Höhlenhyäne mit Hilfe von Silikon oder die Präparation eines Eisbär-Braunbär-Hybriden.

Anlass für die Veranstaltung an der MLU ist das 250-jährige Jubiläum der Naturwissenschaftlichen Sammlungen. Mit einer umfangreichen Naturaliensammlung legte Johann Friedrich Gottlieb Goldhagen, Alumnus und ehemaliger Professor der halleschen Universität, 1769 den Grundstein für die zoologische und mineralogische Sammlung. Zudem fand vor rund 100 Jahren eines der ersten schriftlich belegten Treffen von Präparatorinnen und Präparatoren aus Deutschland in Halle statt.

Der Verband Deutscher Präparatoren ist der einzige Berufsverband für Präparatorinnen und Präparatoren der Fachbereiche Biologie, Medizin und Geowissenschaften in Deutschland und mit etwa 450 Mitgliedern der größte Präparatoren-Verband in Europa.

Internationale Arbeitstagung des Verbands Deutscher Präparatoren:
8. bis 10. Mai 2019
Zentralmagazin Naturwissenschaftlicher Sammlungen
Domplatz 4
06108 Halle (Saale)

 

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