Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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„Kleine Fächer-Wochen“: Universität Halle beteiligt sich mit zwei Projekten

Nummer 097/2019 vom 19. Juni 2019
Klein, vielfältig, wichtig: Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) erhält für zwei Projekte im Rahmen des Programms "Kleine Fächer-Wochen" eine Förderung. Unterstützt werden Initiativen aus der Sprechwissenschaft und der Bioinformatik. Die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) wollen mit dem Programm das Bewusstsein für die sogenannten Kleinen Fächer an deutschen Universitäten stärken. Gefördert werden insgesamt 17 Projekte. An der MLU gibt es zahlreiche Kleine Fächer, viele davon sind in Deutschland einzigartig. Start für die beiden Veranstaltungsreihen der Universität ist das Wintersemester 2019/20.

Die Kleine Fächer-Wochen der Sprechwissenschaft der MLU - einem bundesweit einmaligen Fach - gestalten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter dem Motto "miteinander sprechen - verantwortlich, kompetent, reflektiert". Ziel ist es, öffentlich darüber ins Gespräch zu kommen, was die Sprechwissenschaft, die Zivilgesellschaft und jeder Einzelne dazu beitragen können, das Führen gesellschaftlicher Diskurse zu unterstützen.

Unter dem Leitthema präsentieren sich die verschiedenen Bereiche der Sprechwissenschaft mit den Themenschwerpunkten Gesundheit und Beratung, Politik und Öffentlichkeit, Medien und Digitalisierung, Kunst und Bühne sowie Bildung und Wissenschaft. Geplant sind im kommenden Wintersemester verschiedene Aktivitäten, zum Beispiel eine interaktive Ausstellung "Erlebniswelt Klinische Sprechwissenschaft", eine Fishbowl-Diskussion zum Thema "Politischer Diskurs - wie wir heute miteinander reden, werden wir morgen miteinander leben" sowie viele weitere Angebote an die Öffentlichkeit, etwa ein Sprechkunstabend oder Vorleseaktionen. Fachtagungen und Workshops runden das Programm ab.

Die Kleine Fächer-Wochen unter dem Motto "168 Stunden Bioinformatik" sind ein Verbundprojekt und gehen auf die Initiative mehrerer mitteldeutscher Forschungseinrichtungen unter Leitung der MLU zurück. Die Bioinformatik ist eine Querschnittsdisziplin, die informatisch-technisches Knowhow mit Fragestellungen der Bio- und Lebenswissenschaften verbindet. Themenschwerpunkte sind zum Beispiel die Analyse von extrem großen Datensätzen, die sich nur noch mit Hilfe moderner Algorithmen bearbeiten lassen und etwa für die Gen- und Pflanzenforschung von großer Bedeutung sind.

Ziel der Initiative ist, die Themen der Bioinformatik in Gymnasien stärker ins Bewusstsein zu rücken und Schülerinnen wie Schüler für ein Studium der Bioinformatik zu interessieren. Dabei geht es sowohl um die Inhalte des Studienfachs als auch um die Berufschancen und -perspektiven für Absolventen der Bioinformatik. Hierfür entwickelt der Projektverbund ein breites Portfolio an Angeboten für Schulen. Dazu zählen klassische Infotage, Schülercamps, Vorträge an Schulen und Praktika. Außerdem geplant sind Fortbildungen für Lehrerinnen und Lehrer sowie ein Webportal mit weiterführenden Unterrichtsmaterialien für den Einsatz in der Schule. Abgerundet wird das Programm mit einem Abschlusssymposium im Februar 2020.

Die Initiative ist ein Verbundprojekt der MLU gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Pflanzenbiochemie, dem Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung, dem Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig sowie dem Leibniz-Institut für Agrarentwicklung in Transformationsökonomien.

Die "Kleine Fächer-Wochen" sind ein gemeinsames Programm der HRK und des BMBF. Ziel ist es, die Stärken und Potenziale der Kleinen Fächer sichtbar und erfahrbar zu machen sowie deren Leistungen für Wissenschaft und Alltag zu verdeutlichen. Jedes Projekt erhält eine Förderung von bis zu 50.000 Euro.

 

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