Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Ansprechpartner für die Presse

Sarah Huke
stellv. Pressesprecherin
Telefon: +49 345 55-21553

Ansprechpartner zu dieser Pressemitteilung

Markus Jerxsen
Internationale Juristen-Kommission
Mobil: 0170 5665914

Kontakt

Manuela Bank-Zillmann

Telefon: +49 345 55-21004
Telefax: +49 345 55-27404

Universitätsplatz 8/9
06108 Halle

Weiteres

Login für Redakteure





Religion und Staat im Blick: Internationale Juristen-Kommission tagt an der Uni Halle

Nummer 160/2019 vom 14. Oktober 2019
Wie hat sich das Verhältnis von Kirche und Staat in den vergangenen 100 Jahren entwickelt? Welche neuen Herausforderungen stellen sich in der Gegenwart? Darüber diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der 64. Jahrestagung der Deutschen Sektion der Internationalen Juristen-Kommission (IJK), die vom 18. bis 20. Oktober 2019 an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet. Auch der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff sowie mehrere Richterinnen und Richter des Bundesverfassungsgerichts nehmen an der Veranstaltung teil.

Mit Inkrafttreten der Weimarer Verfassung am 11. August 1919 wurde das Verhältnis von Kirche und Staat geregelt. Die sogenannten Kirchenartikel umfassten zum Beispiel Festlegungen zur Ausübung der Religionsfreiheit und zur Trennung von Kirche und Staat. Die Bestimmungen fanden schließlich auch Eingang in das deutsche Grundgesetz. Die Tagung der Deutschen Sektion der IJK findet anlässlich dieses 100-jährigen Jubiläums unter dem Thema "Religion im Staat heute" statt. Die Veranstaltung verfolgt zudem das Ziel, einen Blick in die Gegenwart zu werfen: Was kann Deutschland im Europa des 21. Jahrhunderts für die Integration religiöser Minderheiten leisten? Wie kann der Staat seine religiöse Neutralität und gleichzeitig die Vielfalt aller Glaubensrichtungen und Weltanschauungen schützen? Diesen Fragen widmen sich mehrere juristische Fachvorträge aber auch Beiträge von Soziologen und Ethnologen. Zudem sind mehrere Diskussionsrunden geplant.

Die Internationale Juristen-Kommission wurde 1952 in Berlin mit Ziel gegründet, die Grundrechte und Grundfreiheiten weltweit zu fördern. Bereits 1955 konstituierte sich die Deutsche Sektion der IJK. Zu den rund 285 Mitgliedern zählen Richter, Rechtsanwälte, Rechtswissenschaftler, Verwaltungsbeamte, Wirtschaftsjuristen und Notare.

Weitere Informationen unter: https://www.juristenkommission.de/index.php/veranstaltungen/jahrestagungen/42-jahrestagung-2019

 

Zum Seitenanfang