Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt kann in die Hauptphase starten

Nummer 036/2020 vom 30. März 2020
Der neue Forschungsverbund, an dem auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) beteiligt ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für zunächst vier Jahre gefördert. Neben der MLU sind zehn weitere Hochschulen und Institute beteiligt. Das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) soll mit empirischen Untersuchungen und großangelegten Vergleichen praxisrelevante Vorschläge erarbeiten, die dazu beitragen, gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen.

Mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus vielen verschiedenen Disziplinen sind an dem neuen Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) beteiligt. Sie sind in zehn verschiedenen Bundesländern angesiedelt und können so auch die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts in Deutschland in den Blick nehmen. Sie decken Aspekte wie Identitäten und regionale Erfahrungswelten, Ungleichheiten und Solidarität, Medien und Konfliktkultur, Polarisierung und Populismus, aber auch Antisemitismus und Hasskriminalität ab und erforschen diese im europäischen Vergleich und darüber hinaus.

In der anderthalbjährigen Vorphase des FGZ, in der das Gründungskonzept für das Institut erarbeitet wurde, wurde ein umfangreiches Forschungs- und Transferprogramm mit mehr als 70 Teilprojekten und institutsübergreifenden Arbeitsbereichen entwickelt, die ab dem 1. Juni 2020 realisiert werden.

Neben der MLU gehören die Technische Universität Berlin und die Universitäten Bielefeld, Bremen, Frankfurt/M., Hannover, Konstanz, Leipzig sowie das Soziologische Forschungsinstitut Göttingen, das Leibniz -Institut für Medienforschung Hamburg und das Institut für Demokratie und Zivilgesellschaft Jena zu dem Verbund.

"Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit den anderen zehn Teilinstituten im ganzen Bundesgebiet", sagt Prof. Dr. Reinhold Sackmann vom Institut für Soziologie der MLU und Sprecher des Teilinstituts Halle des FGZ. Mit Blick auf die Herausforderungen durch die Corona-Pandemie ergänzt er: "In der aktuellen Krise zeigt sich, wie notwendig es ist, in Bewährungszeiten solidarisch zu sein, aber auch eine offene Gesellschaft zu bleiben. Als interdisziplinäres und regional verankertes Institut werden wir, im Verbund, Bedingungen und Folgen von gesellschaftlichem Zusammenhalt erforschen."
 
Am FGZ-Teilinstitut Halle geht das Team der MLU zusammen mit dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle und dem Zentrum für Sozialforschung Halle besonders der Frage nach, wie gesellschaftlicher Zusammenhalt regional erlebt, hergestellt und zerstört wird. Dafür untersuchen die Forscherinnen und Forscher auch Möglichkeiten für eine bürgergesellschaftliche Erneuerung sozialen Zusammenhalts.

 

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