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Uni Halle würdigt jüdische Bildhauerin Grete Budde mit einer Ausstellung
Als eine der ersten Frauen widmete sich Grete Budde der Bildhauerei und Porträtplastik. Die 1883 geborene Tochter des jüdischen Hutfabrikanten Carl Goldschmidt studierte bei namhaften Künstlern in Paris, Berlin und München. 1913 heiratete sie den Mediziner Werner Budde und ging mit ihm nach Halle.
Hier schuf die freiberufliche Künstlerin zahlreiche Gelehrtenplastiken für die Universität. Darunter sind Porträts der Theologen Erich Klostermann und Johannes Ficker sowie des Agrarwissenschaftlers Theodor Roemer.
Auch die 1933 entstandene Gipsbüste der jüdischen Indologin Betty Heimann wird in der Ausstellung zu sehen sein. Heimann - eine Freundin Buddes - habilitierte sich als erste Frau an der Universität Halle. Während einer Vortragsreise durch England wurde Heimann von den Nationalsozialisten die Lehrerlaubnis entzogen.
Die Ausstellung im Sessionssaal nimmt nicht nur Grete Buddes Biografie in den Blick, sondern zeichnet auch Lebenswege jüdischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach. Beispielhaft werden deren Leistungen für Forschung und Lehre an der Universität Halle vermittelt. Die Biografien und Einzelschicksale zeigen dabei auch ein differenziertes Bild von Identitäten, Ausgrenzung, Verdrängung und Solidarität während der NS-Zeit.
Ausstellung: "Grete Budde. Werke für die Universität"
18. November 2021 bis 15. März 2022
Sessionssaal
Universitätsplatz 11 (Löwengebäude)
06108 Halle (Saale)
Über die aktuell geltenden Öffnungszeiten informieren Sie sich bitte auf der Webseite der Zentralen Kustodie: www.kustodie.uni-halle.de
Am Mittwoch, 17. November 2021, findet die Vernissage für geladene Gäste statt.