Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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„Carl Robert und das Robertinum“ - Universitätsmuseum zeigt Ausstellung zum 100. Todestag des Altertumswissenschaftlers

Nummer 158/2022 vom 01. Dezember 2022
Der Todestag des halleschen Archäologen Carl Robert (1850-1922) jährt sich zum einhundertsten Mal. Aus diesem Anlass präsentiert das Archäologische Museum im Robertinum in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kustodie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ab Samstag, 10. Dezember 2022, eine Sonderausstellung, die Robert als Forscher und Lehrer zeigt sowie die Wirkungsstätten des bedeutenden Altertumswissenschaftlers in den Blick nimmt. Die Ausstellung wird an zwei Standorten am Universitätsplatz gezeigt: im Löwengebäude und im Robertinum.

Carl Robert verkörpert die große Bedeutsamkeit der klassischen Altertumswissenschaften im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Als Forscher nahm er die griechisch-römische Antike als Ganzes in den Blick, indem er sich mit ihrer Literatur ebenso befasste wie mit ihren Bildwerken. Besonders interessierte sich Robert für Mythendarstellungen, die er in seinen Publikationen immer wieder thematisierte. An der Universität Halle lehrte er als Professor drei Jahrzehnte lang, von 1890 bis 1922, und prägte damit mehrere Generationen von Studenten. Er eröffnete außerdem ein neues Archäologisches Museum am Universitätsplatz, dessen Sammlungen er ausbaute und der Öffentlichkeit präsentierte. Seit seinem Tode vor 100 Jahren trägt es ihm zu Ehren den Namen "Robertinum". Noch heute dient dieses Gebäude nicht nur als Museum, sondern als Zentrum der Erforschung der antiken Kulturen.

Die Ausstellung wird an zwei Standorten gezeigt, im Kupferstichkabinett im Löwengebäude und im Robertinum. Der Teil im Kupferstichkabinett nimmt die Biographie Carl Roberts und insbesondere seine Leistungen für die Universität und die Stadt Halle in den Blick. Der zweite Ausstellungsteil im Archäologischen Museum thematisiert das 1891 eröffnete Gebäude und die darin bewahrten Sammlungen, die auch die Forschungsschwerpunkte Carl Roberts widerspiegeln. Dazu gehören zeitgenössische Lehr- und Anschauungsmittel wie Gipsabgüsse, galvanoplastische Nachbildungen von Metallobjekten und Aquarellkopien antiker Malerei, aber auch antike Objekte, etwa Bruchstücke von Reliefsarkophagen oder figürlich verzierte Keramikgefäße. In diesem Zusammenhang wird auch die Bedeutung privater Stifter, wie des bekannten halleschen Bankiers Heinrich Franz Lehmann, thematisiert, deren Großzügigkeit die stete Erweiterung der Bestände überhaupt erst ermöglichte.

"Carl Robert und das Robertinum" - Daten zur Ausstellung

Löwengebäude, Kupferstichkabinett
Universitätsplatz 11, 06108 Halle (Saale)
10.12.2022 bis 31.03.2023
Mittwoch bis Sonntag 13 bis 18 Uhr

Robertinum, Archäologisches Museum
Universitätsplatz 12, 06108 Halle (Saale)
10.12.2022 bis 07.07.2023
Donnerstag, 15 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung

Die Ausstellung wird am Freitag, 9. Dezember, 18 Uhr, in der Aula mit einem Vortrag in der Reihe "Hallesche Winckelmann-Vorträge" eröffnet. Es spricht Prof. Dr. Andreas Scholl, Direktor der Antikensammlung, Staatliche Museen zu Berlin: "DONARIA ARCIS ATHENARUM - Die Weihegeschenke auf der archaischen Akropolis in archäologischer und religionsgeschichtlicher Perspektive". 

 

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