Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

„Mehr als Sprache“: MLU richtet großen Kongress zur Deutschdidaktik aus

Nummer 081/2026 vom 14. September 2026

Wie lernen Kinder heute sicher lesen und schreiben? Sollten Kinder und Jugendliche digitale Endgeräte in der Schule überhaupt nutzen? Braucht es ein Social-Media-Verbot für bestimmte Altersgruppen? Mit Herausforderungen des Deutschunterrichts in einer sich verändernden Medienwelt beschäftigt sich das Symposion Deutschdidaktik, das vom 20. bis 23. September an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) stattfindet. Unter dem Titel „Mehr als Sprache“ diskutieren Forschende, wie Digitalisierung, künstliche Intelligenz und sprachliche Vielfalt das Verständnis von Sprache und Unterricht verändern. Erwartet werden etwa 650 Gäste aus Deutschland und dem Ausland.

„Der Deutschunterricht umfasst heute mehr als Sprache – und auch mehr als eine Sprache“, sagt die Schriftspracherwerbsforscherin Prof. Dr. Anke Reichardt von der MLU. „Gesellschaftliche und technologische Entwicklungen verändern, wie wir über Sprache und ihre Vermittlung nachdenken müssen“, ergänzt der Deutschdidaktiker Prof. Dr. Michael Ritter von der MLU. Die Kongressbeiträge fragen etwa danach, ob und wie sich Lesen, Schreiben sowie literarisches Lernen durch neue Kommunikationsformen und gesellschaftliche Transformation wandeln. Dabei stehen neben klassischen Medien wie Bilderbüchern auch Social Media und Graphic Novels im Zentrum der Aufmerksamkeit, genauso wie Computer- und Videospiele.

Mit dem Thema „Polemik als Strategie“ befasst sich der Vortrag von Prof. Dr. María do Mar Castro Varela von der Alice-Salomon-Hochschule in Berlin am Montag, 21. September, 9 Uhr, im Freylinghausen-Saal (Haus 1) der Franckeschen Stiftungen. Zum Verhältnis von künstlicher Intelligenz, kritischem Denken und Lernen findet am Mittwoch, 23. September, eine Podiumsdiskussion statt, an der neben dem Siegener Bildungsforscher Prof. Dr. Torsten Steinhoff und dem Wiener Bildungspodcaster Dr. Matthias Leichtfried auch Schüler*innen des Carl-Fuhlrott-Gymnasiums Wuppertal teilnehmen. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr im Freylinghausen-Saal (Haus 1) der Franckeschen Stiftungen.

Das 1989 gegründete Symposion Deutschdidaktik ist die größte wissenschaftliche Vereinigung der Deutschdidaktik und vereint bundesweit rund 1.100 Mitglieder.

Weitere Informationen: https://sdd2026.philfak3.uni-halle.de/

Symposion Deutschdidaktik 2026: „Mehr als Sprache“
20. bis 23. September 2026
Franckesche Stiftungen
Franckeplatz 1
06110 Halle (Saale)
 

Vortrag: Polemik als Strategie – sprachliche Bildung aus postkolonialer Perspektive
Referentin: Prof. Dr. María do Mar Castro Varela (Berlin)
Montag, 21. September 2026, 9 Uhr
Freylinghausen-Saal, Haus 1, Franckesche Stiftungen
Franckeplatz 1
06110 Halle (Saale)

Diskussionsrunde: Denken lassen oder denken lernen im Deutschunterricht? KI, kritisches Denken und sprachlich-literarisches Lernen
Mittwoch, 23. September 2026, 9 Uhr
Freylinghausen-Saal, Haus 1, Franckesche Stiftungen
Franckeplatz 1
06110 Halle (Saale)

 

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