Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Heidelberger Theologin kommt mit Dilthey-Fellowship nach Halle

Nummer 210/2011 vom 29. September 2011
Die evangelische Theologin Dr. Rebekka A. Klein (Heidelberg) erhält ein Dilthey-Fellowship und wechselt mit ihrem aktuellen Forschungsprojekt zum 1. Oktober an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das Fellowship wird von der Fritz-Thyssen-Stiftung und der Volkswagenstiftung vergeben und ist mit 400.000 Euro dotiert.



Rebekka Klein studierte in Halle, Zürich und Marburg evangelische Theologie. Für ihre an der Universität Zürich abgeschlossene Dissertation erhielt sie den Karl-Heim-Preis für Theologie und Wissenschaft. Die 31-Jährige beschäftigt sich mit naturalistischen Erklärungsansätzen für Altruismus und Prosozialität des Menschen und kritisiert diese im Horizont aktueller Konzeptionen der Sozialphilosophie und der theologischen Anthropologie. Von Oktober 2008 bis September dieses Jahres forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Klaus Tanner an der Universität Heidelberg und war dort am Forschungsprojekt „Theology and Civil Society" beteiligt.

Ihr durch das Dilthey-Fellowship gefördertes Forschungsvorhaben trägt den Titel „Prekäre Souveränität: Dekonstruktion und Kritik einer Grundfigur der Politischen Theologie". Die Theologin möchte ein interdisziplinäres Gespräch zwischen Theologie und Poststrukturalismus initiieren. „Ich beziehe mich auf die philosophische Perspektive auf das Verhältnis von Souveränität, Demokratie und Religion, um die theologische Funktion des christlichen Gottesgedankens für die Deutung politischer Machtdiskurse neu zu beschreiben", erläutert Rebekka Klein. „Ausgehend von der Analyse moderner politisch-theologischer Entwürfe möchte ich erörtern, welche Neuerungen, Impulse und Korrekturen vonseiten der Theologie in die aktuelle philosophische Debatte eingebracht werden können - und wie eine ‚Theologie der Souveränität‘ heute aussehen kann."

Mit den Dilthey-Fellowships - benannt nach dem deutschen Philosophen Wilhelm Dilthey (1833 bis 1911) - fördern die Fritz-Thyssen-Stiftung und die Volkswagenstiftung exzellente junge Forscher in den Geisteswissenschaften, die sich an die Fachgrenzen ihres Gebiets heranwagen. Unterstützt werden Projekte, die neue Bereiche erschließen und die aufgrund ihrer Komplexität oder ihres höheren Risikos von Beginn an längere Planungs- und Zeithorizonte benötigen. Pro Jahr werden maximal zehn Dilthey-Fellowships für einen Zeitraum von fünf Jahren vergeben. Das Dilthey-Fellowship ist mit 400.000 Euro dotiert.

 

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